Basketball

Geschichte:
Die Idee des Basketballspiels kann man auf die brutalen "Steißballspiele" der Inka, Azteken und Maya (Ein Kautschukball musste mit Kopf, Rücken, Knien, Schulter durch einen Steinring in rund 10 Meter Höhe geschlagen werden.) zurückführen. Bekannt unter dem Namen "Ollamaliztli" wurden die Verlierer den Göttern geopfert. Etwa 1000 n.Chr. spielten die Normannen "Soule-Picarde" (Ball musste durch einen Korb geworfen werden), das auch als Vorform angesehen wird.
Der Kanadier James Naismith entwickelte 1891 am Springfield College (Massachusetts) das Spiel Basketball für die Hallenwintersaison, um die footballfreie Zeit zu überbrücken. 13 Regeln hatte Naismith erstellt, anfangs fanden sich 9 Spieler pro Team am Feld wieder. Körperlos (obwohl vom Erfinder gewollt) war dieser Sport nie, zu Beginn war es eher eine Mixtur aus Basketball und Football. Das erste Match endete nach chaotischem Spiel angeblich 1 : 0 (William R. Chase traf aus 8 Metern, heute ein "Dreier"). Ursprünglich war das Spiel als reines Pass- und Wurfspiel konzipiert. Mit der Zeit lockerte man aber die Regeln auf (Dribbling, usw.) und Basketball trat seinen Siegeszug an. Sehr beliebt ist heute auch Streetball, das sehr oft nur auf einen Korb gespielt wird und v.a. in Amerika legendär ist.

Spielinformationen:
Ein Match besteht aus 4 Spielvierteln (je 12 Minuten in der NBA). Das Spiel wird mit einem Sprungball eröffnet, bei dem der Ball nach dem Aufwurf von den beiden springenden Spielern nur zu einem Mitspieler getippt, jedoch nicht gefangen
werden darf. Ziel der Athleten ist es, den Basketball so oft wie möglich in den gegnerischen Korb (3,05 m hoch) zu werfen bzw. Korbwürfe des Gegners zu verhindern. 5 Spieler pro Team befinden sich auf dem Feld (28 x 15 m) und übernehmen eine bestimmte Rolle (Point Guard, Shooting Guard, Small Forward, Power Forward, Center). Je nach Art des Wurfes zählt ein Korb einen (Freiwurf), zwei (Wurf/Dunk aus dem Spiel innerhalb der Dreipunktelinie=6,25 m von der Grundlinie entfernt) oder drei (Wurf außerhalb der Dreier-Linie) Punkt(e). Der Ball kann (regelkonform) aufgetippt, gerollt, geworfen oder gedribbelt werden. Die Mannschaft, die am Ende die meisten Punkte erzielen konnte, hat gewonnen. Fällt der Basketball nach der Schlusssirene in den Korb, zählt der Wurf trotzdem, wenn der Ball die Hand des Spielers noch vor Ablauf der Zeit verlassen hat. Bei Gleichstand kommt es zu einer Verlängerung (= Overtime).

Steckbrief:
Viele lästern über meine Orangenhaut, aber das lässt mich kalt. Trotzdem wechsle ich ab und zu schon einmal die Farbe (beispielsweise blau, rot, weiß gemischt), was einem Globetrotter wie mir aber nicht nur in Harlem zusteht. Ich bin stolz auf meine 8 traditionell geformten Segmente, die mich unvergleichlich machen. Da die verwendete Körbchengröße im Basketball (K 45) recht großzügig bemessen ist, bin auch ich nicht zu unterschätzen. Meine Sport-BH-Hülle erreicht einen Umfang von stolzen 74,9–78 cm und wird aus Leder, Kunststoff oder Gummi gefertigt. 567–650 g Gewicht halten sich bei mir immer auf der Waage.
Motto: Ich, der Herr der Ringe, mag den Dunk geschüttelt, nicht gerührt.

 
Pushball

Geschichte:
Das Ursprungsland dieses ausgefallenen Sports sind die USA. M.G. Crane erstellte 1894 Regeln für Pushball, das auch Schiebeball genannt wird. Austragungsort der Spiele war und ist sehr oft ein amerikanisches College, wo entweder Studenten unterschiedlicher Jahrgänge einer Universität (Bsp.: 1911, Coe College: freshmen against sophmores) gegeneinander antreten oder eine andere Collegemannschaft herausgefordert wird. Dazu werden die Regeln manchmal vorher etwas verändert und festgelegt. Der Spaß steht bei solchen Wettkämpfen im Vordergrund. Nicht immer verliefen die Spiele einwandfrei (v. a. bei Auseinandersetzungen zwischen Studenten eines College), viel zu viele Spieler tummelten sich oftmals auf dem Feld, wobei es auch zu Ausschreitungen kam. In Amerika gibt es eigene College-Turniere und Ligen. Pushball kann auch im Wasser oder mit Pferden (in Russland gespielt, "Pushbol") ausgetragen werden.

Spielinformationen:
Bei allen "Bodenvarianten" versuchen die Mannschaften, den Ball bis zur gegnerischen Endlinie zu bringen (schieben, drücken). Dort muss der Pushball über oder unter die Querlatte (2,13 m hoch) des Tores (6,10 m breit) gedrückt werden. Wer das am öftesten schafft, hat die Begegnung gewonnen. Eine Feldmannschaft setzt sich aus 11 Spielern (Torwart+10 Feldspieler) zusammen, die mit größtem Körpereinsatz ihr Ziel erreichen wollen. Bei der Pferdevariante gibt es 5 berittene Feldspieler und einen Torwart. Dabei darf der Ball nur vom Pferd vorwärts getrieben werden. Hand- oder Fußspiel des Reiters wird bestraft. Im Wasser wird Pushball entweder über eine Leine oder als Treibspiel mit 10–20 Spielern durchgeführt. Ein Spiel beträgt 4 x 8–10 Minuten.

Steckbrief:
Wenn ich das Spielfeld betrete, erzittert die Erde und jeder Grashalm verbeugt sich ehrfürchtig vor mir, dem uneingeschränkten Ballgoliath. Meine Ballwerte sind schon fast im Bereich der Gigantonomie angesiedelt. Es ist nicht heiße Luft, wenn ich meine Kunststoffhülle zu einem Durchmesser von mächtigen 1,83 m aufblase. Gewaltig erhaben liege ich mit meinen 22,67 kg wie der Fels in der Ballsportbrandung auf dem Spielfeld. Die verzweifelten Versuche der Menschen, mich in eine Richtung zu schieben, verschaffen mir stets eine wohltuende Massage.
Motto: Wer fürchtet sich vorm großen Ball?

 
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